Am 4.7. fand der Business Roundtable der bwcon zum Thema “Vernetzte Mobilität” statt. Hier trafen kleine und große Unternehmen zusammen, um über die Zukunft der Fortbewegung zu sprechen. Auch wir waren dabei! Niko Sokoliuk fasste die Ereignisse zusammen und berichtet:
[…] Eher an die Eigentümer von Autos richtet sich das Projekt Autonetzer: Markus Gößler hat es gemeinsam mit Sebastian Ballweg ins Leben gerufen. Die Idee: Autobesitzer können ihr Fahrzeug, wenn sie es gerade nicht benutzen, zur Vermietung anbieten – und Menschen, die in der Großstadt leben und deswegen kein eigenes Auto halten wollen, können sich günstig und unkompliziert Autos, beispielsweise für einen Ausflug oder einen Großeinkauf, mieten. So profitieren beide Seiten: Der Autobesitzer verdient mit seinem nicht genutzten Fahrzeug Geld, und der Mieter bekommt für wenig Geld ein Auto seiner Wahl, das im Idealfall auch noch direkt in der Nachbarschaft steht.
Vertrauen noch immer wichtiger Faktor
„Vertrauen ist auch in Zeiten digitaler Vernetzung wichtig – vor allem, wenn es um das eigene Auto geht“, weiß Markus Gößler. „Deswegen war uns wichtig, dass schon im Profil etwas über die Person ausgesagt wird, die das Fahrzeug mieten oder vermieten möchte, beispielsweise mit einem Bild, und dass vor der ersten Vermietung auf jeden Fall ein persönlicher Kontakt zustande kommt. Ohne den läuft bei uns gar nichts.“Die Plattform an sich funktioniert einfach: Fahrzeugbesitzer stellen ihr Auto ein. User können dann in ihrer Umgebung nach freien Autos suchen und die Verfügbarkeit anfragen. Der Besitzer sieht nun, wer seinen Wagen mieten möchte und kann zu- oder absagen. Ist er einverstanden, wird das Auto für die vereinbarte Zeit gebucht. „Das läuft dann praktisch alles über die Plattform, einschließlich der Versicherung“, erzählt Gößler: „Eine normale Autoversicherung würde die Vermietung nicht mit übernehmen. Wir haben hier einen Partner an Land gezogen, der die Versicherung für die Miet-Zeit bereitstellt.“
Versicherung wird über Plattform geregelt
Versicherungsgebühr, Mietpreis und eine Provision für die Autonetzer werden dann direkt über die Plattform abgerechnet. Nur zur Schlüsselübergabe sehen sich Mieter und Vermieter persönlich. Dann wird auch das ebenfalls bereitgestellte Übergabeprotokoll durchgegangen und letzte Fragen werden geklärt.
Egal ob Autonetzer, PocketTaxi oder flinc: Alle drei Konzepte sind mit ihren Ideen noch längst nicht am Ende. So könnten Miet-Autos bereits mit einem Navigationssystem ausgestattet sein, das potentielle Mitfahrer von flinc anzeigt, oder aber das PocketTaxi könnte neben öffentlichen Verkehrsmitteln auch zur Verfügung stehende Autonetzer-Autos anzeigen. Die Fantasie der Jungunternehmer scheint keine Grenzen zu haben.
Fest steht für alle drei: „Nur durch vernetzte Mobilität können wir in Zukunft ebenso mobil bleiben, wie wir es heute sind, und dabei Umwelt, Verkehr und Geldbeutel schonen.“
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